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Wir sollten mehr Akzeptanz für Emotionen schaffen

Teil II des großen Leadership-Interviews

 

 

 

 

 

 

 

Journalistin und Bloggerin Ariane Sofía Vera-Fluixá im Interview mit Jörg Krauter, geschäftsführender Gesellschafter der SYNK GROUP und Direktor der SYNK Business School:

Sind Emotionen im Business ein Störfaktor?

Nein.

Emotionen sind die Färbung des Lebens der Menschen, die kann man nicht einfach weglassen, wenn man von Leadership spricht. Leadership ist menschlich.

Die Definition von Leadership ist: gegenseitige Einflussnahme. Man sollte die Gegenseitigkeit nicht unterschätzen, ebenso wie der Leader die Follower beeinflusst, haben die Follower einen direkten Einfluss auf den Leader.

Viel würde sich ändern, würde der Großteil Emotionen nicht als Problem sehen, sondern sie einfach zulassen.

Werden Emotionen denn grundsätzlich als Problem wahrgenommen?

Ja, sehr häufig. Dabei sind Emotionen wie das Salz in der Suppe. Führt man ohne Emotionen, ist das als äße man eine völlig geschmacklose Suppe.

Wir müssen mehr Akzeptanz für Emotionen schaffen und sie als wertvolle Facetten des menschlichen Lebens verstehen.

Emotionen sind aber nicht immer positiv.

Hier hilft es ebenso, kontextbezogen zu denken. Natürlich gibt es negative Emotionen.

Auch und vor allem Ärger muss kommuniziert und kann nicht einfach verdrängt werden – natürlich alles in einem gewissen Rahmen. Aber, ob positiv oder negativ, wir brauchen insgesamt mehr Raum für Emotionen.

Führung muss bedeuten, mit den eigenen und mit den Emotionen Anderer umgehen zu können. Das kann erlernt werden. Man kann trainieren, sie erst bewusst wahrzunehmen, dann zu bewerten und schließlich zu reflektieren und nach Vorne zu schauen.

Ist es wichtig, als Leader stets optimistisch in die Zukunft zu blicken und sich eine generell positive Denkweise anzueignen?

Das Negative wird nicht weniger dadurch, dass man nur das Positive wahrnimmt. Auf lange Sicht betrachtet ist es nicht sinnvoll, die Augen zu verschließen. Man muss beides sehen – das Positive und das Negative. Vielmehr geht es darum, wie man mit Letzterem umgeht.

Blicken wir einmal selbst voraus: Was ist die Zukunft von Leadership?

Das kann man schwer voraussagen. Führung leitet sich aus den Umständen ab, deshalb wird sich Leadership verändern und anpassen, je nachdem, was in der Welt geschieht.

Vielleicht wird sich eine neue Art des Arbeitens entwickeln, mehr projektbezogen und stark teamorientiert. Wie wird man in den Teams selbst arbeiten? Wird es einen Leader pro Projekt geben, oder wird es überhaupt einen Leader geben? Da gibt es viele denkbare, neue Modelle.

Die Digitalisierung wird definitiv einen großen Einfluss haben, denn schon jetzt wird ja viel virtuell gearbeitet.

Das ermöglicht die Bildung von Teams, die geographische und kulturelle Distanzen überwinden.  Welche Rolle wird Kultur für Leadership spielen?

Kultur ist erlebtes Verhalten von Menschen. Das sind Verhaltensweisen, Symbole, Artefakte, Geschichte, Tradition, Kunst, Sprache…

Den Teilnehmern am Training zum European Business Coach vermitteln wir zuerst die Inhalte, bevor wir diese dann in einen kulturellen Rahmen setzen.

An Leadership selbst sollte sich nichts verändern, denn die Haltung muss doch sein: „Ich möchte verstehen.“ Da sollte, Kultur ganz besonders, kein Hindernis sein.

Wenn das tatsächlich die innere Haltung ist, die man auch nach außen kommuniziert, dann ist Leadership allgemein anwendbar und kulturübergreifend.

Als Leader ist man Vorbild.

Als Leader ist man nicht nur ein Spiegel, sonder auch ein Wegweiser.

Den ersten Teil des großen Leadership-Interviews finden Sie hier.

Weitere Informationen zu unserem Ansatz von Leadership und Programmen in der Führungskräfte-Entwicklung lesen Sie hier.


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Führung der Zukunft: Jörg Krauter unter den Top-Speakern der Advances in Leadership Conference

In London findet am 09. und 10.04.2014 die dritte Advances in Leadership Conference statt. Der internationale Fachkongress zielt darauf ab, Effektivität in der Führung zu steigern und orientiert sich an der Vision, Maßstäbe der „Führung von morgen“ zu entwickeln.

Jörg Krauter – Top-Speaker auf der ‚Advances in Leadership Conference’Jörg Krauter, Geschäftsführer der SYNK GROUP und Direktor der SYNK Business School, gehört zu den Top-Speakern der Conference.

Seine Leidenschaft liegt in der Erforschung „versteckter Modelle“ hinter der Wirksamkeit von Führung und Management. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit ganzheitlicher Führung, die Mitarbeiterorientierung (Followership) in die Betrachtung bewusst mit einbezieht.

Mit seinem Vortrag „How to master extreme leadership events“ – „Wie man extreme Führungssituationen meistert“ trifft er den Kern der diesjährigen Advances in Leadership Conference.

Denn Führungskräfte auf allen hierarchischen Ebenen sind heute herausgefordert, mit extremen Faktoren und komplexen Situationen umzugehen. Im Buch „Führung – Neue Impulse für Mitarbeitergespräche“ beschreibt Jörg Krauter diese Herausforderung sehr anschaulich:

„Im Spannungsfeld zwischen Stabilität und Wandel, umgeben von Innovationsdruck, Wissensgesellschaft, Globalisierung und zunehmender Komplexität und Dynamik Mitarbeiter zu führen, in dem sie begeistern, eigenverantwortlich, zielorientiert, gut vernetzt und kooperativ zusammenarbeiten.“

Mehr Informationen zur Advances in Leadership Conference finden Sie im Internet unter www.advancesinleadership.org.

Sie haben Fragen zur SYNK GROUP oder an Jörg Krauter? – Wir freuen uns auf Ihren Anruf und beraten Sie gern: 0711 469 224 30.

© SYNK GROUP GmbH & Co. KG


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Leadership Reengineering: XING-Gruppe zur Zukunft der Führung

Handlungsmöglichkeiten erweitern, Führungsforschung beleuchten und Praxisfragen diskutieren

Die XING-Gruppe „Leadership Reengineering – Zukunft der Führung“ betrachtet Führung erstmals ganzheitlich nach dem Konzept des Leadership Reengineerings. Der Ansatz zielt auf eine Verbesserung der Leadership Performance und bezieht die Mitarbeiterorientierung (Followership) in die Betrachtung bewusst mit ein.

Xing-Gruppe Leadership ReengineeringDie Gruppe richtet sich an Führungskräfte aus allen Bereichen, die ihr Verständnis von Führung und ihr Führungsverhalten reflektieren und den heutigen beruflichen Herausforderungen gewachsen sein wollen.

Zielsetzung ist es, eine bewusste und stetige Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten als Führungskraft zu unterstützen, Interessantes aus der Führungsforschung zu beleuchten und dabei praktische Fragen der Führung professionell zu diskutieren.

Dabei ist Leadership Reengineering eine abgeleitete Entwicklung aus dem Business Process Reengineering. Michael Hammer und James Chamby (1994) verstehen „Reengineering als grundlegendes Umdenken und die radikale Neugestaltung der Geschäftsprozesse, um dramatische Verbesserungen in kritischen Performance-Maßnahmen – wie Kosten, Qualität, Service und Geschwindigkeit zu erzeugen.“

Alle Informationen zur Gruppe „Leadership Reengineering – Zukunft der Führung“ auf XING finden Sie hier.

Lesen Sie ergänzend auch den Beitrag „XING-Gruppe: Starke Führung – Höchstleistung entwickeln„.

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