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Was braucht Führung im digitalen Zeitalter? Forschung zur Anpassungsfähigkeit von Führungskräften

Das digitale Zeitalter stellt Führungskräfte vor neue Herausforderungen und erfordert somit neue Formen von Führung. Führungskräfte sind im digitalen Zeitalter mit vielfältigen, komplexen und oft unvorhersehbaren Veränderungen konfrontiert. Diese können zu einer intensiven Beanspruchung in Form von negativen Emotionen wie Wut, Frustration oder Enttäuschung führen. Sie können auch ein Gefühl der Überforderung, einen wahrgenommenen Mangel an Selbstwirksamkeit, fehlende Sinngebung oder Kontrollverlust auslösen. bildschirmfoto-2016-10-07-um-17-51-30

In der Folge sind Führungskräfte oft nicht in der Lage mit den notwendigen Veränderungen und dem Arbeitsstress gesund umzugehen. Im digitalen Zeitalter wird deshalb die Anpassungsfähigkeit zur Kernkompetenz in der Führung. Warum? Es geht zunehmend um das erfolgreiche Management von Komplexität, Schnelligkeit und Unsicherheit in der Unternehmens- und Arbeitswelt. Diese Fähigkeit, sich trotz einer intensiven Beanspruchung erfolgreich anzupassen, wird als adaptive Arbeitsleistung -Adaptive Performance- verstanden.

Es ist wichtig dabei zum einen den Einfluss von umweltbezogenen Faktoren zum Beispiel Stress am Arbeitsplatz und zum anderen die Beeinflussung durch individuelle Faktoren zum Beispiel Persönlichkeit, Emotionen und Führungsverhalten auf die Anpassungsfähigkeit zu ermitteln. Aus den Ergebnissen können wichtige Erkenntnisse für die Führungskräfteentwicklung als auch für die persönliche Standortbestimmung als Führungskraft abgeleitet werden.

JoergKrauter_Direktor_SYNKBusinessSchoolIn meiner aktuellen Studienerhebung „Evolving Leadership in the Digital Age“ untersuchen wir die wichtigsten Erfolgsfaktoren zur Bewältigung der Führungsherausforderungen und deren Zusammenhänge. Dafür ist die Expertise von Führungskräften gefragt. Ihre Kenntnis und Erfahrung sind entscheidend für die Weiterentwicklung von Führungsstrategien und Kompetenzen für das digitale Zeitalter. Die Ergebnisse der Studie werden ein Bild liefern, was zu tun ist, um Führungskräfte fit für das digitale Zeitalter zu machen.

Die Beantwortung des Online-Fragebogens nimmt etwa 25 – 30 Minuten in Anspruch. Unter folgendem Link können Sie als Führungskraft teilnehmen: https://www.umfrageonline.com/s/c177930

Bis zum 30. November 2016 findet die Erhebung statt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie als Führungskraft Ihre Expertise und Erfahrung einbringen. Für weitere Fragen und Informationen stehe ich gerne unter joerg.krauter@synk-group.com zur Verfügung. 


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Leadership 4.0 – die Chancen der Digitalisierung für Führung

Das digitale Zeitalter ist auf dem Vormarsch. Fest steht, nur noch Wenige arbeiten rein analog. Die Mehrzahl verbringt einen Großteil ihres Arbeitstages an PC, Laptop oder Smartphone im stetigen Austausch von Informationen.

Nachwuchskräfte schrecken zunehmend vor Führungspositionen zurück. Der Wert von Selbstbestimmung über Arbeits- und Privatleben wird höher eingestuft als die Möglichkeiten des Aufstiegs in eine Führungsposition – so häufig eine Begründung.

Drei Viertel der Führungskräfte deutscher Unternehmen wünschen sich einen Paradigmenwechsel in der Führungskultur. Zu starr, zu wenig kollaborativ seien die Strukturen noch immer. Zu häufig blieben Empathie und Entscheidungsfreiräume auf der Strecke. Ohne ein grundsätzliches Umdenken, so die selbstkritische Einschätzung, sei die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland ernsthaft gefährdet. Die Herausforderungen an Führung sind vielseitig: Prozesse werden komplexer, die Informationsdichte steigt, Entscheidungsfindung ist schneller gefordert. Erstmalig arbeiten 4 Generationen mit unterschiedlichen Sozialisations- und Werte-Backgrounds zusammen, die jüngeren Generationen sind rückläufig, die Krisenwahrnehmung und Kommunikationsintensität nehmen zu.

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Und Eines ist dabei sicher: die Zukunft gehört der Vernetzung. „Es wird alles digitalisiert werden, was digitalisiert werden kann,“ so die Kanzlerin beim Wirtschaftstag 2015. Selbst lernende intelligente Netzwerke schöpfen aus kollektiven Ressourcen, managen Komplexität und liefern Impulse zur kreativen Problemlösung. In diesem Kontext kann Führung in neue Dimensionen und Räume vorstoßen.

Wo liegen also die großen Chancen der Digitalisierung für Führung?

Wo kann die Digitalisierung Entlastungs- und Nachhaltigkeitswirkung entfalten?

Die Beantwortung dieser Frage hat uns bisher bereits zum Digital HR Development geführt und wird uns in der Evolution des digitalen Zeitalters zum ersten intelligenten Assistenzsystem für Führungskräfte bringen, der Antwort für Führung 4.0.

Bildschirmfoto 2014-12-18 um 10.10.40Digital HR Development – was ist damit gemeint?

Digital HR Development bildet die Funktionen von HR Entwicklung digital ab:

Es unterstützt Führungskräfte und Mitarbeiter ihre persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten durch Training, Coaching und Mentoring zu entwickeln. Liefert persönliche Entwicklungspläne zur Erfüllung der Ziele, Aufgaben und Herausforderungen. Und fördert die Karriereentwicklung.

Wir bilden Digital HR Development mit SYNLIFE ab. Die Online-Plattform ist jederzeit und überall für Führungskräfte in unseren Qualifizierungen zugänglich. Sie können sich dort auf anstehende Qualifizierungsmaßnahmen vorbereiten, in den Austausch mit anderen Führungskräften gehen, Aufgaben lösen und nachbereiten und das Erlebte bewerten. Am Ende liefert das System einen Gesamtüberblick über den Erfolg des Leadership Developement.

Bildschirmfoto 2015-06-16 um 16.35.18Wir nutzen damit bereits heute die digitalen Möglichkeiten, um bei Führungskräften, das was sie in der analogen Qualifizierung von Training und Coachung erleben und erfahren digital wach zu halten. Fördern das Dranbleiben an den eigenen Führungs-Herausforderungen. Und heben damit nachweislich die Motivation sich mit den eigenen Aufgaben und Zielen auseinanderzusetzen. Es geht um die Verzahnung aus analoger und digitaler Erfahrung, Führungskräfte „hybride“ zu qualifizieren: elektronisch mit energiesparenden Mitteln und analog mit höherem Energieeinsatz vor Ort. Denn wer nur noch vor Ort trainiert, verschwendet seine Energie. Im Nachhinein verpufft das Erlernte im Alltag. Die Motivation sinkt hier nachweislich.

Damit befinden wir uns aber erst auf dem Weg: Die Führungskräfte der Zukunft brauchen Entlastung im Alltag, in der konkreten Situation. Begleitung und Assistenz insbesondere in Drucksituationen, die mit Training und Qualifizierung zwar vorbereitet werden können, in der Realität aber ihren eigenen Gesetzen folgen. Nur so können Führungskräfte auch wirklich ihrer wichtigsten Aufgabe gerecht werden: inspirierend und motivierend zu führen.

Die Zukunft des Leadership liegt im Synchronisieren, Herstellen einer gemeinsamen Vision und  Sinnstiften. Erfolgreich ist, was auf Resonanz stößt. Auf Resonanz stößt, wer reflektiert und kooperationsfähig ist. Die Werkzeuge der Stunde sind intelligent, selbstreflexiv und vernetzt. Sie begleiten die persönliche Entwicklung des Einzelnen intensiv und nachhaltig.

Und aus diesem Glauben heraus, gepaart mit unserer Philosophie WE CHANGE LEADERSHIP ist eine Idee geboren. Etwas Großes, dass unserer Meinung nach das Potential hat, Unternehmen und Führung zu verändern und in die Zukunft zu führen. Diese Idee trägt den Namen LEADA: das erste intelligente Assistenzsystem für Führungskräfte. Ein System, das dialogisch, vernetzt und smart arbeitet. LEADA bedeutet einen Dimensionssprung in der Führungskultur von Unternehmen und vertieft nachhaltig die Personalentwicklung. Innovationsführerschaft „Made in Germany“.

Im Aufruf zur Blogparade des HR-Managers unter #ZukunftHR lese ich: „Warum findet man in Deutschland kein Gegenstück zu Google oder Facebook? Warum gibt es hier keine digitalen Innovationen, die eine breite Masse erreichen? Das liegt nicht daran, dass wir hier keine Programmierer haben. Sondern es ist vor allem eine Frage der Kultur, der Mentalität und auch eine Frage der Arbeitsorganisation: Wie arbeiten wir zusammen? Wie kommunizieren wir miteinander?“

Genau darum geht es bei der Entwicklung von LEADA. Führungs-Knowhow in Deutschland in eine digitalisierte Arbeitswelt adäquat transportieren und transformieren und damit neue Wege der Kommunikation und Qualifizierung eröffnen.

Was denken Sie darüber? Wie fit ist Ihr Unternehmen für eine digitalisierte Arbeitswelt und Führung 4.0?

Ich würde mich freuen, diese Fragen am Personalmanagementkongress in Berlin am Freitag, 19. Juni bei meinem Vortrag „Evolution HR – wie digitale Qualifizierung gelingt“ mit Ihnen weiter zu diskutieren.