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Mitarbeitercoaching im Trend: Führst Du nur oder coachst Du auch

Eine Führungskraft hat viele Rollen inne: Chef, Vorbild, Zielgeber, Controler, Feedbackgeber, Kümmerer, Vertreter des Unternehmens und ist häufig im Spagat zwischen den unternehmerischen Zielen der Firma und dem persönlichen Wohlergehen ihrer Mitarbeiter.

Wer sich als Führungskraft um die Motivation seiner Mitarbeiter sorgt, steht irgendwann vor der Frage, ob und wie er seine Mitarbeiter unterstützen kann.

In den Führungsleitbildern einiger Unternehmen gilt eine Führungskraft als erster Coach vor Ort. Und dazu existieren viele Varianten, was unter Mitarbeitercoaching verstanden wird. Das reicht vom Anlernen durch Erklären, wenn ein Mitarbeiter neu in seiner Position ist übers Vormachen/Mitmachen/Nachmachen, damit ein Mitarbeiter Vorschläge erhält, wie er seinen Job ausüben könnte. Was hat das mit der viel zitierten Hilfe zur Selbsthilfe zu tun? Und bin ich als Führungskraft dafür geeignet? Eine Führungskraft kann ein sehr guter Coach sein, weil sie ihren Mitarbeiter so gut kennt. Eine Führungskraft kann ein mittelmäßiger Coach sein, weil sie ihren Mitarbeiter so gut kennt. Was jetzt?

Wovon hängt es ab, ob Sie als Führungskraft ein guter Coach sind? Worauf sollten Sie achten, was sollten Sie vermeiden, wenn Sie eigene Mitarbeiter wirkungsvoll coachen wollen?

Ratschläge sind auch Schläge

Einer der Erfolgsfaktoren für ein erfolgreiches Coaching ist die Haltung, mit der Sie sich auf ein Mitarbeitercoaching einlassen. Als Vorgesetzter haben Sie meist Ahnung vom Aufgabengebiet Ihres Mitarbeiters, vielleicht haben sie dessen Job sogar selbst einmal ausgeübt. Wie verlockend ist es, den Mitarbeiter mit wohlgemeinten Ratschlägen zu versorgen? Das kann fruchten, manchmal tut es das nicht und dann herrscht Enttäuschung auf beiden Seiten, wenn der Mitarbeiter keinen Ihrer Ratschläge befolgen mag. In der Rolle als Coach sind Sie Prozeßbegleiter und für den Ablauf verantwortlich, der Mitarbeiter ist der (Fach-)Experte und er selbst für das Ergebnis verantwortlich.

WARUM – gibt es für alles einen Grund?

Die Kunst in Ihrer Rolle als Coach besteht darin, mehr über Ihren Mitarbeiter erfahren zu wollen. Seien Sie neugierig auf die Beweggründe Ihres Mitarbeiters, aus welchen Motiven er handelt und welche Gründe es geben kann, dass er etwas nicht tut, obwohl Sie es wünschen und er dazu in der Lage wäre.

Als Coach lassen Sie Sätze wie „das kann ich dem Kunden/Lieferanten/Kollegen nicht sagen“ niemals stehen, sondern Sie haken nach. Meistens kann der Mitarbeiter sehr wohl, nur will er nicht und diese Gründe/Ängste/Glaubenssätze gilt es herauszufinden, um sie zu reflektieren und in eine andere konstruktive Richtung zu lenken.

Motivation statt Sanktion

Als Führungskraft sollten Sie Ihre Motive für ein Mitarbeitercoaching hinterfragen. Was schätzen Sie besonders an Ihrem Mitarbeiter? Sind Sie bereit, sich nahezu unvoreingenommen auf Ihren Mitarbeiter und seine Sichtweise einzulassen? Sich ausreichend Zeit für ihn zu nehmen, trotz eines vollen Schreibtischs und Terminkalenders ihm ungeteilte Aufmerksamkeit entgegen zu bringen? Wie sehr sind Sie daran interessiert, einen tiefen Einblick hinter die Beweggründe Ihres Mitarbeiters zu erhalten? Coaching ist in Anbetracht der Komplexität der Arbeitsherausforderungen oft die wirkungsvollste Methode um heutzutage individuelle Lösungsstrategien zu entwicklen. Das funktioniert nur, wenn Ihre Beziehung zueinander stimmt und wenn im Coaching auch die guten und bemerkenswerten Leistungen zur Sprache kommen. Wer seinem Mitarbeiter aus Verzweiflung oder Hilflosigkeit mit Coaching (auch durch externe Coaches) droht, dem können anstrengende Zeiten und schwierige Gespräche bevorstehen.

Fragen statt sagen

Eine der größten Herausforderungen in Ihrer Rolle als Coach besteht darin, nach Ihren Fragen Ihrem Mitarbeiter ausreichend Zeit zum Nachdenken und Antworten zu geben und die – vermeintlich unangenehme – Stille auszuhalten. Je besser die Frage formuliert ist, desto mehr regen Sie Ihren Mitarbeiter zum Nachdenken an und desto länger wird seine Denkpause ausfallen. Die Qualität der Fragestellung können Sie selbst beeinflussen, denn systemische Fragen eignen sich besonders gut, um lösungsorientierte Denkprozesse beim Mitarbeiter in Gang zu setzen.

Verstanden heißt nicht einverstanden

In einem Coachinggespräch können Sie als Führungskraft durchaus zwischen den Rollen wechseln – nur sollte das für Ihren Mitarbeiter transparent sein. Coaching ist kein Allheilmittel und rechtfertigt keine Entschuldigung, um Gesetze zu mißachten, über Betriebsvereinbarungen hinwegzusehen oder unangemessenes Verhalten zu dulden. Es ist legitim, daß Sie als Chef das Verhalten und die Beweggründe Ihres Mitarbeiters zwar nachvollziehen können, in Ihrer Rolle als Vorgesetzter müssen Sie letztendlich nicht mit allem einverstanden sein und sollten dies in Ihrer Rolle als Vertreter des Unternehmens auch klar äußern.

Fazit:

Mitarbeitercoaching ist machbar – auch durch Vorgesetzte!

Es erfordert

– mentale Vorbereitung zwecks Rollenklarheit

– eine vertrauensvolle Beziehung zum Mitarbeiter

– Beherrschung grundlegender Kommunikationstechniken

– Wissen an Coachingtechniken

– Bereitschaft, den Mitarbeiter bei der Lösungsfindung begleiten zu wollen

– Akzeptanz, auch wenn Sie selbst einen anderen Weg zur Lösung bevorzugen

– Zeit.


Für den Erwerb Ihrer Coachingkompetenzen bieten wir an der SYNK Business School eine Ausbildung zum European Business Coach an. Weitere Informationen dazu finden Sie hier oder sprechen Sie mich an unter ulrike.moehler@synk-group.com.


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Die Ausbildung zum European Business Coach – Perspektiven und Erfahrungen

Mit der SYNK GROUP bin ich schon lange verbunden und aus diesem Grund kenne ich die Ausbildung zum European Business Coach (EBC) schon von Beginn an. Entstanden ist die Ausbildung aus der Idee, Business Coaches für Projekte der SYNK GROUP auszubilden, nachdem festgestellt wurde, dass wirklich gute Business Coaches rar sind und es enorme Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Business Coaches gibt.
PASUm die Qualität zu sichern, wurde gemeinsam mit dem DIN-Institut die PAS 1029 entwickelt. Die PAS ist eine öffentlich verfügbare Spezifikation für das Beratungsfeld Einzel-Coaching, welche einen Qualitätsrahmen für das Business Coaching etabliert hat.

2008 habe ich selbst an der Ausbildung zum European Business Coach teilgenommen. Das war eine sehr interessante, spannende Zeit und ich habe viel für mich persönlich mitgenommen. Ich bin selbst nicht im Business Coaching tätig. Die Ausbildung hat mich in meiner Entwicklung beruflich wie privat sehr bereichert. Tolle Kontakte sind entstanden, die bis heute halten!KatjaKuebler

Seit eineinhalb Jahren bin ich nun Office Managerin der SYNK Business School und zuständig für alle organisatorischen Aufgaben, die mit unseren Ausbildungen in Zusammenhang stehen. Mittlerweile wird nicht nur die EBC-Ausbildung angeboten, sondern zusätzlich gibt es noch verschiedene StärkenCoach- und Leadership-Ausbildungen, sowie Fernstudiengänge.

SynlifeDie Ausbildungen haben sich stetig weiterentwickelt. So ist der EBC heute auch international anerkannt und mit dem ACSTH-Zertifikat zertifiziert. Auf der Online-Plattform SYNLIFE werden die Ausbildungen nun begleitet und so der Transfer und die Nachhaltigkeit aus der Ausbildung in die Praxis sichergestellt. Auch alle Alumnis unserer Ausbildungen können diesen Zugang nutzen, indem sie sich dafür per Email an mich (katja.kuebler@synk-school.com) wenden. Für die Absolventen ist es eine Plattform, um Neuerungen sofort zu erfahren, Podcasts und Seminarunterlagen online zur Verfügung zu haben und sich mit anderen Alumnis austauschen zu können.


Die Rückmeldungen unserer Teilnehmer sind sehr positiv und der Kontakt immer freundlich und wertschätzend. Sabine Verdasco, European Business Coach bei Thomson Reuters Markets und Absolventin der EBC-Ausbildung in Stuttgart hat uns folgendes Feedback zur Ausbildung gegeben:

“Vielen Dank für diese wertvolle Ausbildung! Die Vielzahl der direkt umsetzbaren Methoden haben mir nach jedem der drei Module geholfen, dass ich mich sehr gut ausgerüstet für den Praxisalltag und sicher als European Business Coach fühle. Positive Auswirkungen und entsprechendes Feedback kamen prompt zurück.

Ich habe eine Ausbildung gesucht, die jeden Business Bereich abdeckt und gleichzeitig international anerkannt ist. Über Empfehlungen habe ich so die SYNK School kennengelernt.

Die unterschiedlichen hochqualifizierten Lehrcoaches haben es alle in einer lebendigen und positiven Art geschafft, dass ich an jeden Ausbildungstag zu 100% anwesend und mit neuen Kenntnissen und Fähigkeiten beenden durfte. Der extrem hohe Praxisbezug und die berufsbezogenen Beispiele haben dabei sehr geholfen.

Neben den praktischen Tagen waren besonders die Lehrmaterialien eine große Hilfe. Für jeden Lerntypen war hier etwas dabei: Podcasts, Unterlagen, Bücher, Links, Spiele. Die praktischen Übungen wurden hervorragend unterstützt durch entsprechende Online Learning Tools.

Für mich war das ganze Konzept samt Durchführung eine runde und sehr konsequent durchdachte Ausbildung. Ein tolles Team seitens SYNK, sehr nette und gleichzeitig anspruchsvolle Lernatmosphäre, die Lokationen haben gepasst und das Netzwerk durch die Teilnehmer finde ich einfach auch heute noch sehr gut! Neben den beruflichen Aspekten konnte ich ebenso für meinen privaten Bereich sehr viele Anregungen samt konkreten Änderungen mitnehmen. Die Ausbildung möchte ich uneingeschränkt allen weiterempfehlen, die Interesse an einer hochqualifizierten Ausbildung haben, die dabei eine Menge Spaß machen soll.“

Für mich ist solch eine durchweg positive Rückmeldung die schönste Motivation. Meine Arbeit macht mir große Freude und ich hoffe, dass ich noch viele Teilnehmer bei ihrer Ausbildung unterstützen kann.

Wenn Sie sich für eine der Ausbildungen an der SYNK Business School interessieren und noch mehr über den European Business Coach erfahren wollen, berate ich Sie gerne. Sie erreichen mit auch telefonisch unter 0711/469 224 30.

hauptbild-ebc