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Smart Factory und Shopfloor 4.0 – wie man Transformationen begleitet

Unter Smart Factory versteht man Produktionsumgebungen, Fertigungsanlagen und Logistiksysteme, die sich im Idealfall selbst organisieren. Dabei durchlaufen die Produktionsstätten vier Stufen:

1. Transparenz schaffen – digitales Abbild der Abläufe und Kennzahlen

2. Reaktionsfähigkeit sichern – Störfaktoren identifizieren und eine Fertigungs-steuerung in Echtzeit etablieren

3. Selbstregelnde Prozesse – Regelkreise einführen und synchronisieren

4. Funktionale Vernetzung – alle Prozesse und Regelkreise vernetzen und mit künstlicher Intelligenz optimieren.

Führungskräfte und Mitarbeiter in der Produktion müssen in der Lage sein, die jeweilige Entwicklungsstufe der Smart Factory begleiten zu können. Neben den fachlichen und methodischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit den neuen Technologien brauchen Führungskräfte zwei Schlüsselkompetenzen, um die Transformation erfolgreich bewältigen zu können: Fähigkeit Sinn zu vermitteln und Durchhaltevermögen.

Bei Produktionsstätten sind es vier Stufen zur Smart Factory; Menschen durchlaufen 6 Stufen hinzu einer nachhaltigen Verhaltens- und Einstellungsänderung. Dabei scheitert die Mehrheit derer, die sich auf dem Weg der Veränderung gemacht haben im Durchschnitt bis zu fünfmal. Andere wiederum verharren in einer Abwehrposition und verweigern jegliche Änderung des Gewohnten. Führungskräfte, die den Sinn von Smart Factory verstanden und verinnerlicht haben, können ihre Teams und einzelne Mitarbeiter besser auf dem Weg der Transformation begleiten. Durchhaltevermögen braucht es dann, wenn das Scheitern an der einen oder anderen Stelle „schmerzt“. Sich selbst und die Mitarbeiter zum „Aufstehen und Weitervoranschreiten“ zu bewegen, ist dann die Kunst der Führungskraft.

Shopfloor Manager sollten das Handwerkzeug der 6 Stufen der Veränderung beherrschen, um den „Gemba-Walk“ hin zur Smart Factory effizient begleiten zu können. Unter Gemba versteht man, alle Probleme direkt am Ort des Geschehens zu analysieren und die besten Lösungsansätze direkt vor Ort zu initiieren.

Sechs Prinzipien von Gemba:

1. Gehe zu Gemba (dem Ort der Produktion), wenn eine Abweichung auftritt.

2. Analysiere Gembutsu (Mitarbeiter und Maschinen im Produktionsprozess).

3. Leite Sofortmaßnahmen ein.

4. Finde die Ursachen der Abweichungen heraus.

5. Beseitige die Ursache an der Quelle.

6. Standardisiere, um einem Wiederauftreten der Abweichungen vorzubeugen.

Das untenstehende Schaubild zeigt die 6 Stufen der Veränderung hin zur Smart Factory. Gerne können Sie sich bei offenen Fragen an mich wenden.

Ihr Jörg Krauter  jörg.krauter@synk-group.com

Dr. Jörg Krauter

Autor Dr. Jörg Krauter

Anpassungsfähigkeit beginnt mit dem „raus“ aus der eigenen Komfortzone

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