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Leading the future

Risk Culture & Innovation / Trust / Automated Decisions / Reinventing / Appreciation / Variety of Innovation / Revolution – 7 Themen und  14 Tandem-Gespanne aus CEO und Pioneering Thinker bildeten den Rahmen der Pathfinder Konferenz „Leading the Future“ in der vergangenen Woche in Berlin. Wir waren dabei, wie die Entscheider der Zukunft aus den führenden DAX-Konzernen die Herausforderungen der Zukunft diskutierten.

Und haben viel Inspiration mitgenommen: So braucht eine gute Risikokultur „CISTI_Courage_Involvement_Sensitivity_Fairness_Indurance“. Erst dann können wir es schaffen die Menschen bei Innovationen mitzunehmen und dafür zu überzeugen. Denn „innovation is our life insurance“, so Prof. Ortwin Renn, Risikoforscher von der Universität Stuttgart.Foto 4

Führungskräfte müssen ein Vertrauen in ihre Zielsetzung entwickeln und auch ein Vertrauen in die letzte Chance. Dann können sie an ihre Grenzen gehen, so der Extremkletterer Stefan Glowacz, der auf Einladung des Deutsche Bank Co-CEO Jürgen Fitschen Einblicke in seinen Grenzgang beim Bezwingen der Steilwände Patagoniens gab.

Foto 3In besonderer Weise sprach der Vortrag „Variety of Innovation“ des Human Genetikers Prof. Markus Hengstschläger aus der Seele der SYNK GROUP. Sein mitreisendes Plädoyer für einen Fokus auf das „Stärken stärken“  motivierte auch das Publikum zu Standing Ovations und zeigte einmal mehr, dass das Thema Stärkenorientierung künftig für das Gewinnen „echter Köpfe“ entscheidend sein wird. Denn eines, so Hengstschläger, sei gewiss: „Wir haben die Zukunft noch nie so wenig gekannt wie heute“ und „Wir werden morgen die Zukunft noch weniger kennen als heute.“ So braucht es künftig „echte Köpfe – Peaks and Freaks“. Im Sinne der Stärkenorientierung sprach sich Hengstschläger dafür aus, den Fokus in der Entwicklung und Qualifizierung von Menschen auf das zu legen, was ihnen Freude bereitet und leicht fällt. Talente durch Üben und Auseinandersetzung zu stärken, ermöglicht Spitzenleistungen.

Der SYNK Stärken-Experte David Liebnau weiß aus seiner über 20 jährigen Arbeit mit dem Ansatz der Stärkenorientierung: „Sich auf Schwächen zu konzentrieren bewirkt bestenfalls Schadensbegrenzung, bringt aber keine Motivation und Freude in die Organisation. Die Fokussierung auf Stärken bewirkt eine Erfolgsmaximierung, hat einen multiplizierenden Effekt und verleiht „Schwung und Energie“.“

Eine spannende Veranstaltung des Handelsblattes – wir freuen uns, dabei gewesen zu sein.

Sie interessieren sich für den Ansatz der Stärkenorientierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der SYNK Business School bei der Ausbildung zum SYNK StärkenCoach und StärkenMentor oder in den Leadership und Development Projekten der SYNK GROUP.


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SYNK international – im Reich der Mitte

Foto Tafel ChinaWelche Herausforderungen warten auf deutsche Unternehmen in China und chinesische Unternehmen in Deutschland? Was lässt sich im Hinblick auf die Führungskultur lernen?

Die SYNK GROUP ist nicht nur in Deutschland sondern mittlerweile auch international mit Beratern in USA und Asien vertreten. Dieses internationale Netzwerk ist in einer globalisierten, vernetzten Unternehmens- und Konzernwelt unabdingbar. Um hoch individuelle Projekte realisieren zu können, werden Branchenerfahrung und kulturelle Übereinstimmung mit dem zu beratenden Unternehmen benötigt.

Um dem Selbstverständnis der SYNK GROUP „Unternehmen verstehen. Menschen beraten.“ gerecht zu werden, ist ein Aufbau von Kompetenz vor Ort von zentraler Bedeutung.

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Die SYNK Group will internationale Standorte aufbauen und dazu Partner und weitere Experten gewinnen.

Frank Kübler wird mit unterschiedlichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft zusammentreffen. Neben Besuchen an den Firmenstandorten von Bosch, Siemens, AUDI oder BASF bietet die Reise auch die Möglichkeit mit politischen Persönlichkeiten aus erfolgreichen Wirtschaftsregionen in Dialog zu treten. Der Austausch soll dazu dienen, die Herausforderungen, Vorgehensweisen und Erfolgsfaktoren für deutsche Firmen in China besser zu verstehen.

Empfang ChinaIch will erfahren, welche Unternehmer und welche Firmen sich aktuell auf den Weg nach China machen, womit und wie sie das tun. Umgekehrt wird es spannend sein, zu hören, welches Interesse die chinesischen Vertreter deutschen Unternehmern entgegenbringen. Wir wollen herausfinden, inwiefern chinesische Unternehmen auch Unterstützung für Leadership-Fragen in Europa benötigen,“ so Frank Kübler über seine Erwartungen an die Reise ins Reich der Mitte.

Weitere Informationen über die internationalen Experten der SYNK GROUP finden Sie hier.

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New Adaptive Leadership – Es ist Zeit Führungsstärke zu zeigen

Inspirierender Vortrag von Jörg Krauter und Dialog mit Wissenschaftlern und Praktikern bei der Advances in Leadership Conference in London über neue Wege der Führung.

IMG_2587Wenn die Leadership Konferenz 2014 an der Metropolitan University in London eines deutlich machte, ist es, dass die alten Zeiten von Führung vorbei sind.

Es wurden die imperativen Aspekte zum „New Way of Leadership“ diskutiert. Es ging nicht um kleinteilige, operative Aspekte, sondern um die wesentlichen Perspektiven dahinter.

Die Welt ist VUCA – Volatil, Uncertain, Complex und Ambiguous. Die wechselhafte, unsichere, komplexe und mehrdeutige Umwelt ist das gegebene Umfeld in dem Führung gelingen muss.Bildschirmfoto 2014-04-08 um 15.20.42

Deutliche Worte und klare Aussagen trafen die Wissenschaftler und Praktiker in ihren Statements. Um was es ab jetzt geht, hat nichts mit „Window Dressing von ROIs“ zu tun, sondern mit den aller grundsätzlichsten Entscheidungen mit denen sich Führungskräfte auseinander setzen müssen. Damit ist ein Business gemeint, das nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung und einen reinen Business Narzissmus setzt. Menschlichkeit und eine Langfristorientierung in der Nutzung von Ressourcen ist die Vision. Trotzdem stehen, Performancesteigerung und Wettbewerbsvorteile am Ende einer zielorientierten Wirkungskette.

Die Treiber für zuküntige Performance lauten: Gutes Betriebsklima, positive Gedanken und Optimismus, hohe Werte- und Ethikorientierung und eine nachhaltige Vertrauenskultur. Führung ist dabei der zentrale Stellhebel. Die Herausforderung ist dabei der Veränderungsdruck sowohl in den Unternehmen selbst als auch von den Märkten.

Extreme Führungssituationen werden sich häufen und in ihren Wirkungen und Konsequenzen an Schärfe zunehmen. Hier läuft die Entwicklung in der Führung parallel zum Weltklima. Das Klima hat sich verändert. Das muss jetzt in den Köpfen der Macher und Lenker ankommen.

Davon ausgehend sind zentrale Fragestellungen, die Führungskräfte „From Top to Down“ beantworten müssen:

Woran glaube ich und wofür stehe ich?
Wo ist mein Standpunkt in der Welt
Welcher Ethik folge ich?
Wie schaffe ich ein fundamentales 360 Grad Vertrauen?
Wie erreiche ich ein nachhaltig gesundes und positives Klima in meiner Organisation?
Wie gestalte ich eine positive Unternehmenskultur?
Wie baue ich ein robustes Führungskonzept für meine Organisation auf?

Die Inhalte der Ausbildung zum European Business Coach passen sehr gut in das Anforderungsprofil, das die international ausgerichteten Wissenschaftler und Praktiker auf der Konferenz forderten. Führung beginnt beim einzelnen Menschen und dieser ist bekanntlich auch das zentrale Element im Business Coaching.

Weitere Informationen zu den Programmen der SYNK Business School finden Sie hier, sowie zum Führungsansatz der SYNK GROUP.

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Unternehmerische Leistung und unermüdliches Engagement: Auszeichnung von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer mit der Reinhold-Maier-Medaille – SYNK vor Ort

Vergangene Woche wurde der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, mit der traditionsreichen Reinhold-Maier-Medaille in Stuttgart ausgezeichnet.

Der Preis, der seit 1989 an herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Publizistik und Gesellschaft verliehen wird, würdigte sein unermüdliches Engagement, seine Leistung und Verantwortungsübernahme sowohl als Unternehmer als auch als Verbandspräsident. In seiner Rede betonte er, wie wichtig, sowohl gesellschaftliche als auch unternehmerische Freiheit sind.

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Kramer wurde konkret und stellte zum einen die Forderung nach einer stärkeren Einbindung wirtschaftsnaher Kräfte in den Parlamenten: Sie könnten mit ihrem unternehmerischen Knowhow eine wichtige Perspektive für die Weiterentwicklung und Zukunft Deutschlands einbringen und sollten vielstimmig vertreten sein. Zum anderen betonte er die wichtige Aufgabe und Herausforderung, Jugendlichen in Deutschland und Europa eine Zukunftsperspektive zu eröffnen und dabei gleichzeitig dem Fachkräftemangel zu begeg­nen.

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Ein Anliegen, was auch der SYNK GROUP besonders am Herzen liegt:„Wir müssen jetzt mehr für die Qualifizierung der Fachkräfte von morgen tun, sonst verspielen wir die Chancen einer ganzen Generation. Talente erkennen und Stärken entwickeln – darum geht es am Anfang. Denn nur mit einer Bestimmung des eigenen Standorts und einer Stärkung des Selbstbewusstseins können Jugendliche den Weg in eine Ausbildung und einen Beruf finden, der sie trägt und ihnen Freude bereitet,“ so Frank Kübler.

Hierbei sollte der Ansatz der Stärkenorientierung in den Prozess der Qualifizierung und Ausbildung miteinbezogen werden. Derzeit entwickelt die SYNK GROUP mit Partnern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft eine Initiative, die dem begegnen soll.

Mehr zum Ansatz der Stärkenorientierung finden Sie hier.

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Reform und Wettbewerbspolitik in Europa – SYNK vor Ort

SYNK diskutiert über die Zukunft des europäischen Arbeitsmarktes

In den vergangenen vier Jahren wurden durch die Finanz- und Schuldenkrise in Europa einschneidende Veränderungs- und Umwälzungsprozesse angestoßen. Nach einer sich heute langsam abzeichnenden erfolgreichen Stabilisierung geht es jetzt für die Mitgliedsstaaten der EU darum, Wege zu diskutieren und Mittel zu ergreifen, wie mit den Konsequenzen aus der Krise umgegangen werden kann.

SteinmeierDie SYNK GROUP hat in dieser Woche im Auswärtigen Amt an der Diskussion zu diesem Thema beim Deutsch-Portugiesischen Forum in Berlin teilgenommen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier ging bei seiner Eröffnungsrede dabei zunächst auf die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine ein und wie diese Europa derzeit in besonderer Weise forderten.

Im Hinblick auf die Zukunft der Europäischen Union und die Erfordernisse der Integration mahnte er, Wege einzuschlagen, die nach dem Überwinden der wirtschaftlichen Krise auch ein Überwinden der politischen Krise ermöglichten. Dabei warnte er vor europaskeptischen und europakritischen Gruppierungen und Bewegungen. Gerade im Vorfeld der im Frühjahr anstehenden Wahlen zum Europaparlament versuchten diese gegen Europa zu mobilisieren.

Es gehe deshalb für alle, die sich für ein gemeinsames und friedliches Europa einsetzten, vor allem darum, nicht nur „Europaeuphorie“ zu propagieren, sondern ernsthaft Verständnis vor allem für die europäische Idee bei den jungen Generationen, die einerseits keine Grenzen und Schlagbäume mehr kennen andererseits aber teilweise unter der hohen Jugendarbeitslosigkeit leiden, herzustellen. Steinmeier warnte davor, „Raubbau an unseren gemeinsamen Werten“ zu betreiben, vielmehr müssten  die „Mechanismen zum Schutz unserer gemeinsamen Werte“ von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Frieden ausgebaut werden.

Thema der anschließenden Diskussions- und Redebeiträge von Vertretern aus Wirtschaft undKampeter Politik war die Frage, wie dem sogenannten „Brain Drain“, der Abwanderung von Toptalenten beispielsweise aus dem Ingenieursbereich, begegnet werden könne. Es gehe vielmehr darum, die guten Rahmenbedingungen vor Ort zu nutzen und mit lokalen Ausbildungs- und Entwicklungszentren „den Export von Talenten“ zu verhindern, so der Chef von Bosch Car Mulitimedia Portugal Dr. Johannes Sommerhäuser. Konsens herrschte darüber, dass mit der Einführung der Jugendgarantie und der begonnenen Einführung und Übertragung des deutschen Dualen Ausbildungssystems in den Mitgliedstaaten richtige Schritte eingeleitet worden sind, die es nun weiter auszubauen und zu verfeinern gilt.

Für die SYNK GROUP als einer der größten Ausbilder im Coachingbereich mit der SYNK BUSINESS SCHOOL in Deutschland stellt sich die Frage, welchen Beitrag hier ein coachingsorientierter Ansatz mit dem Fokus auf Stärkenorientierung liefern kann. Ziel muss es sein, die Chancen und Potenziale für den Arbeitsmarkt insbesondere vor dem Hintergrund der prognostizierten demographischen Entwicklung weiterzuentwickeln und zu heben.

Ergänzende Informationen zum Thema Stärkenorientierung finden Sie im Internet unter „Gekonnt auf Stärken fokussieren“ oder können Sie mit der SYNK GROUP in der Xing-Gruppe Starke Führung- Höchstleistung entwickeln dazu diskutieren.

Mehr über die SYNK GROUP, zu den fünf Kompetenzzentren Leadership, Change, Sales, Diversity und Health sowie Informationen zu Referenzen und zu den Business Coaching-Qualifizierungsprogrammen finden Sie im Internet unter www.synk-group.com und www.synk-school.com.

Autorin: Christine Baur, Leiterin Kommunikation bei der SYNK GROUP

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Zukunft der Luftfahrt – SYNK vor Ort

Politische Diskussion über faire internationale Wettbewerbsbedingungen

BdL2Die SYNK GROUP ist mittlerweile an vier Standorten in Deutschland vertreten: Stuttgart, Berlin, Hamburg und seit kurzem auch in München. Als Beratungsunternehmen im Bildungs- und Qualifizierungsbereich nehmen wir gerne an gesellschaftlich-politischen Diskussionen teil. Das bietet immer wieder eine gute Möglichkeit über den alltäglichen Tellerrand hinauszublicken. Wo wenn nicht in der Bundeshauptstadt Berlin finden sich dazu zahlreiche spannende Foren. Gelegenheit bei einer Premiere dabei zu sein, hatten wir in der vergangenen Woche: beim ersten gemeinsamen parlamentarischen Abend von Luftverkehrswirtschaft und Gewerkschaften. Die Branche suchte mit dieser Veranstaltung den Dialog mit den Abgeordneten und Regierungsvertretern der 18. Legislaturperiode, um über Probleme und Chancen des Luftverkehrsstandortes Deutschland im internationalen Vergleich zu diskutieren. In drei Panels unter dem Motto des fairen Wettbewerbs standen die Staatssekretärinnen des Umwelt-, Wirtschafts- und Verkehrsministeriums als „Sparringspartner“ u. a. den CEOs von Lufthansa und Fraport sowie den Vertretern von Cockpit, UFO und Ver.di gegenüber. Die Diskussion machte klar, dass angesichts der Verlagerung von Air Hubs in den arabischen Raum und der wachsenden Dominanz ausländischer Airlines, die Branche vor großen Change-Prozessen steht. Knackpunkt für die Branche ist es hier gegenüber ausländischen Airlines und Flughäfen konkurrenzfähig bleiben zu können, wenn diese in ihren Herkunftsländern massiv subventioniert und protektioniert werden.

Eine Frage brannte deshalb allen Firmen- und Gewerkschaftsvertretern besonders auf den Nägeln: wann mit der Abschaffung der Luftverkehrsabgabe gerechnet werden könne. Diese führe zu einer Belastung von 1 Mrd. Euro pro Jahr und falle bei den derzeit niedrigen EBIT-Margen besonders schwer ins Gewicht. Mit dieser Frage stieß die Branche bei den Politikern allerdings auf Granit, die hier keinen Handlungsspielraum in Aussicht stellten.

Unterstützung erhielt die Branche hinsichtlich eines grundsätzlichen Einsatzes für faire internationale Wettbewerbsbedingungen: es ginge letztlich darum, dass Deutschland seine hohen Standards bspw. im Arbeitsschutz und bei der Flugsicherheit verteidige und international durchsetze.IMG_2513

Aus unserer Sicht interessant war auch die leider nur am  Rande von Seiten der Vertreter der Flugbegleiter erwähnte Einführung von bislang fehlenden Qualifizierungs- und Weiterbildungsstandards. Hier liegen sicherlich Potenziale für die Zukunft, die für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Branche sorgen können.

Mehr zu den Weiterbildungsangeboten der SYNK School unter SYNK Business School.

Weitere Informationen zum Umgang mit Veränderungsprozessen unter Change – Sinn schlägt Kontrolle.

 

Autorin: Christine Baur, Leiterin Kommunikation bei der SYNK GROUP

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Dialog zwischen Top-Managern und Spitzenpolitikern zur Zukunft Europas

Führungstreffen Wirtschaft 2013 in Berlin. Der Kongress versteht sich laut Süddeutsche.de als „Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Top-Managern und Spitzenpolitikern auf höchstem Niveau“. Frank Kübler, Geschäftsführer der SYNK GROUP, war Teilnehmer des Kongresses und fasst in seiner persönlichen Nachbetrachtung einige Highlights für Sie zusammen.

Wachstum in Europa

„Das Problem Europas ist, dass wir ziemlich viel versprochen haben, aber relativ wenig gehalten“ – mit diesen Worten eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel das Führungstreffen Wirtschaft, Deutschlands großen Wirtschaftskongress, der Süddeutschen Zeitung am 21. November 2013 in Berlin. Mehr Verlässlichkeit im Handeln sei notwendig, so die Kanzlerin weiter.

Ergänzend dazu beschreibt Peer Steinbrück fünf Punkte für mehr Wachstum in Europa: Verzicht auf souveräne Interessen der Staaten, Annahme und Angang der durch den demografischen Wandel provozierten Herausforderungen, Umsetzung der Energiewende, Vorantreiben der digitalen Revolution und Investitionen in Bildung und Infrastruktur.

Eine europäische Bildungspolitik

Zum Stand der Wirtschaft Europas diskutierten Luca Garavoglia (Davide Campari-Milano), Andrea Illy (illycaffè), Mario Moretti Polegato (Geox), Roland Berger und Gerhard Cromme (Siemens). Ihr Resümee – neben einer grundlegenden Einstellungsänderung der Italiener, um mehr Ehrgeiz an den Tag zu legen – umfasst die Notwendigkeit einer europäischen Bildungspolitik. Ziel sei es, insbesondere die Stärken der unterschiedlichen Kulturen zu nutzen und sich damit den Herausforderungen im europäischen Wirtschaftsraum gemeinsam zu stellen.

Wolfgang Schäuble mahnte: „Wir müssen dafür sorgen, dass wir relevant bleiben“, und: „Wir müssen stärker in die Ausbildung der Menschen investieren“. Sein Plädoyer: Europa braucht eine klare Vision seiner Rolle in der globalen Welt. Und diese Notwendigkeiten und Chancen müssen sich in allen Bildungssystemen der Europäischen Staaten wiederfinden.

Eine gemeinsame Energiepolitik

Die Runde um Nikolaus von Bombard (Munich Re), Ulrich Grillo (BDI), Nicola Leibinger-Kammüler (TRIUMPF) und Hans-Werner Sinn (ifo-Institut) orientierte sich an der Frage, was die Wirtschaft nach der Wahl erwartet. Diskutiert wurde, ob nun die USA, wegen der niedrigen Energiepreise, das neue Deutschland würden und ob die deutsche Energiewende, Zitat Hans-Werner Sinn, „Käse“ sei. Dabei waren sich die Diskutanten einig, dass Europa nur mit einer gemeinsamen Energiepolitik langfristig wettbewerbsfähig bleiben kann.

Innovative Netztechnologien in Europa

Digitale Geschäftsfelder der Zukunft und deren Rahmenbedingungen in Europa diskutierten Frank Briegmann (Universal Music International) und René Schuster (Telefónica Deutschland) sowie weitere Vertreter der New Economie unter dem Titel „Der digitale Wettkampf um Innovationen“. Dabei beeindruckte insbesondere der Turnaround, den Universal vom Plattenhersteller zum Digital Content Distributor und zum „Herrn der Merchandising-Rechte“ vollzogen hat. René Schuster skizzierte anschaulich den weltweit sehr unterschiedlichen Netzausbau. Demnach sind in den USA und China jeweils zwei bzw. drei Provider und ein Regulierer am Werk. Auf der gleichen Fläche haben in Europa hingegen rund 110 Provider und 27 Regulierer das Feld im Griff.

„Führung durch Überzeugung und Begegnung“

Joe Kaeser, frisch gekürter Siemens Chef, gab Einblicke in des neue Leadership-Konzept des Konzerns – „wir sind ja hier unter uns“.  Sein Führungsansatz wurde deutlich in Aussagen wie: „Wenn der Eindruck entsteht, ein Unternehmen ist zu komplex, dann ist dies eine Sache der Führung“, oder: „Es nutzt nichts, immer zu sagen, wo es hingeht, wenn keiner mitkommt“.  Kaeser präferiert Führung durch Überzeugung und Begegnung. Daher habe er auch in der ersten Vorstandssitzung seine Kollegen aufgefordert, auf ein weißes Blatt zu schreiben, was jeder von ihnen ändern würde, wenn Siemens ihr eigenes Unternehmen wäre. Erstaunlich, so Kaeser, war vor allem, dass auf den Zetteln wenig über den eigenen Bereich stand.

„Grenzen der Demokratie“

Viel Beifall erhielt der Griechische Premierminister S. E. Samaras für die Bestandsaufnahme der Reformen im eigenen Land. Aus seiner Sicht sei die größte Gefahr für Europa, dass die Reformen nicht schnell genug bei der Bevölkerung ankämen und so Populisten die Chance hätten, Europa zu spalten. Man könne auch sagen, hier würden die Grenzen der Demokratie deutlich.

Autor: Frank Kübler.

Die ausführliche Nachlese mit Videos und Berichten finden Sie auch auf Süddeutsche.de.

Bild: Süddeutsche Zeitung GmbH, Süddeutsche.de.

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