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Zukunft der Luftfahrt – SYNK vor Ort

Politische Diskussion über faire internationale Wettbewerbsbedingungen

BdL2Die SYNK GROUP ist mittlerweile an vier Standorten in Deutschland vertreten: Stuttgart, Berlin, Hamburg und seit kurzem auch in München. Als Beratungsunternehmen im Bildungs- und Qualifizierungsbereich nehmen wir gerne an gesellschaftlich-politischen Diskussionen teil. Das bietet immer wieder eine gute Möglichkeit über den alltäglichen Tellerrand hinauszublicken. Wo wenn nicht in der Bundeshauptstadt Berlin finden sich dazu zahlreiche spannende Foren. Gelegenheit bei einer Premiere dabei zu sein, hatten wir in der vergangenen Woche: beim ersten gemeinsamen parlamentarischen Abend von Luftverkehrswirtschaft und Gewerkschaften. Die Branche suchte mit dieser Veranstaltung den Dialog mit den Abgeordneten und Regierungsvertretern der 18. Legislaturperiode, um über Probleme und Chancen des Luftverkehrsstandortes Deutschland im internationalen Vergleich zu diskutieren. In drei Panels unter dem Motto des fairen Wettbewerbs standen die Staatssekretärinnen des Umwelt-, Wirtschafts- und Verkehrsministeriums als „Sparringspartner“ u. a. den CEOs von Lufthansa und Fraport sowie den Vertretern von Cockpit, UFO und Ver.di gegenüber. Die Diskussion machte klar, dass angesichts der Verlagerung von Air Hubs in den arabischen Raum und der wachsenden Dominanz ausländischer Airlines, die Branche vor großen Change-Prozessen steht. Knackpunkt für die Branche ist es hier gegenüber ausländischen Airlines und Flughäfen konkurrenzfähig bleiben zu können, wenn diese in ihren Herkunftsländern massiv subventioniert und protektioniert werden.

Eine Frage brannte deshalb allen Firmen- und Gewerkschaftsvertretern besonders auf den Nägeln: wann mit der Abschaffung der Luftverkehrsabgabe gerechnet werden könne. Diese führe zu einer Belastung von 1 Mrd. Euro pro Jahr und falle bei den derzeit niedrigen EBIT-Margen besonders schwer ins Gewicht. Mit dieser Frage stieß die Branche bei den Politikern allerdings auf Granit, die hier keinen Handlungsspielraum in Aussicht stellten.

Unterstützung erhielt die Branche hinsichtlich eines grundsätzlichen Einsatzes für faire internationale Wettbewerbsbedingungen: es ginge letztlich darum, dass Deutschland seine hohen Standards bspw. im Arbeitsschutz und bei der Flugsicherheit verteidige und international durchsetze.IMG_2513

Aus unserer Sicht interessant war auch die leider nur am  Rande von Seiten der Vertreter der Flugbegleiter erwähnte Einführung von bislang fehlenden Qualifizierungs- und Weiterbildungsstandards. Hier liegen sicherlich Potenziale für die Zukunft, die für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Branche sorgen können.

Mehr zu den Weiterbildungsangeboten der SYNK School unter SYNK Business School.

Weitere Informationen zum Umgang mit Veränderungsprozessen unter Change – Sinn schlägt Kontrolle.

 

Autorin: Christine Baur, Leiterin Kommunikation bei der SYNK GROUP

© SYNK GROUP GmbH & Co. KG

 


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Alle Regeln außer Kraft – the future is now!

SYNK diskutiert in Stuttgart über nachhaltige Mobilitätskon­zepte und den Iconic Change bei BMW

DSC_9441Welchen Herausforderungen müssen sich Unternehmen stellen, um auch in Zukunft inspiriert und innovativ zu sein? Dieser Frage sehen sich heutige Firmenchefs und Führungskräfte permanent ausgesetzt. Eine Frage, die auch SYNK-Geschäftsführer Frank Kübler immer wieder kritisch an sein Unternehmen stellt und zu beantworten sucht. Am vergangenen Donnerstag in der BMW Niederlassung Stuttgart diskutierten dazu mit ihm der BMW i Vertriebsleiter Deutschland, Klaus Ahrweiler und Patrick Loechle, Partner der Kreativagentur für den BMW i, bei einer Veranstaltung des Marketing Club Region Stuttgart.

Als Norbert Reithofer die historische Wende, den Iconic Change für den Autobauer ausrief, leitete er mit dem Mobilitätskonzept BMW i den Wandel hin zum führenden Anbieter von Premiumprodukten und individuellen Mobilitätsdienstleistungen ein.

Doch wie sieht dieser Iconic Change tatsächlich aus? Was läuft grundsätzlich anders? Und wo liegt die Innovationskraft?

Ausgangspunkt, so Klaus Ahrweiler, war das Bisherige radikal in Frage zu stellen und wirklich neu zu denken. Das hieß auch, geltende Regeln außer Kraft zu setzen und auf ungewöhnlichen Wegen die Inspiration und Initiative für neue Mobilitätsansprüche und Konzepte zu suchen. So begann alles mit einer leeren Werkshalle, einem neu zusammengestellten Team und den besten Ingenieuren im Bereich Elektromobilität und Querdenkern aus allen Bereichen. Im Zentrum stand der Mensch mit seinen individuellen Mobilitätsbedürfnissen und Herausforderungen. Dazu wurden auf der ganzen Welt vom Bürgermeister in New York über die Städteplanerin in Paris bis hin zum Familienvater aus Seoul ein Research zu ihren Erfahrungen und Gewohnheiten im urbanen Alltag durchgeführt.

In der Umsetzung lag der Fokus klar auf der Entwicklung eines einzigartigen BMW-Elektromotors verbunden mit einer konzentrierten Ausrichtung auf Effizienz und Nachhaltigkeit im Einsatz der Materialien und Ressourcen. So benötigt ein BMW i3 70 % weniger Wasser, 50 % weniger Energie und 50 % weniger Teile bei seiner Herstellung.

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Doch alle Produktinnovation hilft nichts, wenn sie nicht verstanden wird. Elektromobilität war 2010 noch eine Unbekannte: In einer Studie des Fraunhofer Instituts und PricewaterhouseCoopers gaben zwei Drittel der Befragten an, relativ wenig Kenntnis über E-Mobilität zu haben und drei Viertel der Deutschen Bevölkerung konnten sich laut der Studie dementsprechend den Kauf eines Elektroautos nicht vorstellen.

Wir haben an diesem Abend viel Inspirierendes gehört und gelernt und freuen uns, unseren Kunden BMW in seinem Iconic Change-Prozess begleiten zu dürfen.

Weitere Infos zur Kampagne rund um das BMW i Mobilitätskonzept finden Sie bei Dorten.

Mehr zum Einsatz der SYNK GROUP bei BMW finden Sie unter SYNK GROUP.

Autorin: Christine Baur, Leiterin Kommunikation bei der SYNK GROUP

Bilder: BMW

© SYNK GROUP GmbH & Co. KG


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Interview mit Steffi Jones zum Thema „Leadership 2020“

SYNK interviewt Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Sport zum Thema „Leadership 2020“

Heute im Interview*: Steffi Jones, ehemalige deutsche Fußballspielerin und seit 2011 Direktorin beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Steffi JonesWas war für Ihren bisherigen Erfolg wichtiger – Schwächen zu überwinden oder Stärken zu stärken?

Steffi Jones: „Wichtiger war keines, sondern: ‚Situativ reagieren‘, d.h. in der einen Situation muss eine Schwäche überwunden werden, um sich z.B. weiterzuentwickeln, und in der anderen Situation muss eine Stärke gestärkt werden, um (weitere) Potenziale nutzen zu können.“

Wie hat sich Ihr Fokus auf das durch Sie mitgeprägte Arbeitsklima ausgewirkt?

Steffi Jones: „Die Stärken der Mitarbeiter erkennen und diese unterstützen, dies hat selbstbewusstere und motiviertere Mitarbeiter zur Folge. Offene und regelmäßige Kommunikation nimmt die Mitarbeiter mit auf den Weg der gemeinsamen Zielerreichung. Durch die Delegation der anfallenden Arbeiten wird eine stärkere Konzentration auf wichtige Aufgaben möglich.“

Was glauben Sie wird künftig für erfolgreiches Leadership wichtig sein?

Steffi Jones: „Je besser das Team zusammen arbeitet, umso erfolgreicher wird es sein. Motivierte Mitarbeiter sind eine gute Grundlage dafür. Unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Kompetenzen, heterogene Zusammensetzung der Teams, das führt zu Innovation und Kreativität. Die Führungskraft muss Vertrauen in die Kompetenzen der Mitarbeiter haben. Transparenz hinsichtlich Kommunikation und Vorgehensweise lässt die Mitarbeiter Entscheidungen verstehen. Die Führungskraft muss Entscheidungen treffen können. Sie muss Konflikte erkennen, ansprechen und nach Möglichkeit früh genug aus der Welt schaffen.“

Was gilt es zu überwinden oder loszulassen auf dem Weg zum künftigen Leadership?

Steffi Jones: „Eine Führungskraft muss die Heterogenität innerhalb der Teams zu schätzen wissen und „Querdenkern“ Freiraum schaffen – auch wenn es unbequem werden könnte. Eine Führungskraft muss entscheiden und delegieren können, Wissensmonopole sind out. Eine transparente Kommunikation in Richtung aller Ebenen entblößt nicht, sondern fördert die Zusammenarbeit.“

Zur Person:
Stephanie Ann „Steffi“ Jones, geboren 1972 in Frankfurt am Main, ist ehemalige deutsche Fußballspielerin und seit 2011 Direktorin beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Mit dem 1. FFC Frankfurt wurde sie drei Mal Deutscher Pokalsiegerin, vier Mal Deutscher Meisterin und zwei Mal UEFA-Cup-Siegerin. 2000 und 2004 gewann sie mit der Nationalmannschaft Bronze bei den Olympischen Spielen. Mit Washington Freedom gewann sie den Founders Cup und mit dem Nationalteam holte sie 2003 den Weltmeistertitel. 2005 wurde sie mit dem Nationalteam zum dritten Mal in Folge Europameisterin.

2006 erhielt sie schließlich als Schirmherrin des Projekts „Balance 2006 – Integration und Toleranz für eine friedliche Fußball-Weltmeisterschaft“ den Hessischen Verdienstorden.

Von 2008 bis 2011 war sie Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-WM 2011.

Sohn Steffi Jones sagt: „Fußball ist wirklich mehr als nur dieses Spiel. Man kann über den Fußball Botschaften transportieren, Werte vermitteln: Respekt und Fairplay!“

*Das Interview führte Frank Kübler, Geschäftsführer der SYNK GROUP, im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts zum Thema Stärkenorientierung in der Führung (2013).

Leadership 2020

SYNK interviewt Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Sport zum Thema „Leadership 2020“. Lesen dazu auch …

Die Fokussierung auf Stärken bewirkt eine Erfolgsmaximierung, hat einen multiplizierenden Effekt und verleiht „Schwung und Energie“.

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